Anerkennung vs. Beifall, Komplimente und Lob

#Worte_der_Woche 2019 KW49

Das tiefste Prinzip der menschlichen Natur ist die Sehnsucht nach Anerkennung. – William James

Anerkennung vs. Beifall, Komplimente und Lob Wenn wir aussprechen, wie die Handlungen eines anderen Menschen unser Leben positiv beeinflusst haben, drücken wir Anerkennung aus. Wenn wir im Gegensatz dazu Beifall, Komplimente und Lob aussprechen, stempeln wir die andere Person als „gut“ ab für das, was sie getan hat. Unsere Wertschätzung können wir mit den vier Schritten der Gewaltfreien Kommunikation ausdrücken: „Wow! Als ich Grippe hatte und du mir die Hühnersuppe brachtest, fühlte ich mich so dankbar, weil es mein Bedürfnis nach Fürsorge erfüllt hat.“ In diesem Beispiel nennt der Sprecher 1.) eine Beobachtung – „Als ich Grippe hatte und du mir die Hühnersuppe brachtest“, 2.) ein Gefühl – „fühlte ich mich so dankbar“, 3.) ein Bedürfnis – „weil es mein Bedürfnis nach Fürsorge erfüllt hat“.
Zum Vergleich: “Wow! Du bist so toll und bringst mir eine Hühnersuppe!“ stempelt die andere Person wegen ihres Handelns als „toll“ ab, statt auszudrücken, welche Wirkung es auf unser Leben hatte. Es mag nur wie ein kleiner Unterschied erscheinen, aber wenn wir unsere erfüllten Bedürfnisse nennen, statt den anderen als gut oder schlecht zu bezeichnen, erlangen wir eine geistige Klarheit, die unseren Kontakt zu uns selbst und zu anderen Menschen vertieft.

Nehmen Sie heute mindestens eine Gelegenheit wahr, jemanden Ihre Wertschätzung auszudrücken, indem Sie ihm sagen, wie sein Handeln Sie beeinflusst hat.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Üben!

Mary Mackenzie: „In Frieden leben“ (Junfermann 2007)

Wir veröffentlichen den Auszug aus diesem Buch mit Einverständnis unseres Kooperationspartners Junfermann Verlag. Für uns ist dies Ausdruck eines gelebten Miteinanders für das wir uns bedanken.