Verhaltensmuster

Verhaltensmuster ändern

Rauchen kann vielen Bedürfnissen dienen: nach Geselligkeit, Pause, Ruhe, Alleinsein, Zugehörigkeit und Selbstwert (besonders im Jugendalter), Autonomie usw. Ein Kollege erzählte, wie sehr er die langsamen Bewegungen des Rauchens genoss, den Blick in die Ferne gerichtet, und wie die tiefen Atemzüge ihm zu Frieden und meditativem Erleben inmitten des Alltags verhalfen. Da er sich um seine Gesundheit sorgte, es aber auch seinen Selbstwert beeinträchtigte, dass er so wenig Wahlmöglichkeit bezüglich des Rauchens hatte (er bezeichnete sich als abhängig), beschloss er, das Rauchen aufzugeben. Er tat das, indem er ein „Raucher-Tai-Chi“, wie er es nannte, vollzog: Er machte mehrmals täglich Pausen, in denen er mehrere tiefe Atemzüge nahm, den Blick in die Ferne gerichtet, und langsame Armbewegungen vollführte – ohne Zigaretten zu benutzen.

Wenn Sie ein Verhaltensmuster ändern wollen

  1. Mit welcher Ihrer Strategien sind Sie nicht zufrieden?
  2. Warum sind Sie damit nicht zufrieden? Mit welchen Bedürfnissen hat das zu tun?

Welche Bedürfnisse bleiben unerfüllt?

  1. Welche Bedürfnisse versuchen Sie sich mit dieser Strategie zu erfüllen?
  2. Welche Strategien würden Ihre Bedürfnisse besser erfüllen?

Gerlinde Ruth Fritsch: Praktische Selbst-Empathie (Junfermann 2008)

Wir veröffentlichen den Auszug aus diesem Buch mit Einverständnis unseres Kooperationspartners Junfermann Verlag. Für uns ist dies Ausdruck eines gelebten Miteinanders für das wir uns herzlich bedanken.