Wertschätzung

Hunger nach Wertschätzung

Wir sind hier, um einander durchs Leben zu helfen – das nennt man Miteinander.“ – Hugh Prater

Trotz unserer Schwierigkeiten beim Annehmen von Wertschätzung – oder vielleicht zum Teil gerade deswegen – sehnen sich viele von uns nach ihr. Das ist eine Zwickmühle, weil viele noch keinen passenden Weg gefunden haben, um Wertschätzung zu bitten, und so wird die Sehnsucht noch ausgeprägter. Wenn sie sich in solch einer Situation befinden, erwägen Sie die folgende Frage: „Könnten Sie mir drei konkrete Gründe nennen, warum Sie gern mit mir zusammenarbeiten (oder warum du mich gern um dich hast)?“ Versuchen Sie, mit dieser Bitte so präzise wie möglich zu sein. Es wird Ihnen nicht viel sagen, wenn die Antwort lautet: „Ach, du weißt doch, dass ich dich liebe. Ich bin einfach gern mit dir zusammen.“ Oder: “Was meinen Sie damit? Sie sind eine meiner besten Angestellten!“ Obwohl diese Kommentare unterstützend sein sollen, verraten Sie nur sehr wenig. Wenn Sie derartige Antworten bekommen und damit nicht zufrieden sind, stellen Sie einfach eine weitere Frage: „Wirklich? Können Sie mir sagen, was mich zu einer Ihrer besten Angestellten macht – was tue ich und welche Bedürfnisse erfüllt das?“ Dieser Kontakt wird für Sie beide aufschlussreich sein. Manche Menschen ergründen nicht, warum sie die Gesellschaft oder die Arbeit eines anderen Menschen schützen. Sich dafür die Zeit zu nehmen kann Ihre Beziehung vertiefen und dabei helfen, Ihr Bedürfnis nach Wertschätzung zu erfüllen.

Fragen Sie heute einen Menschen was er ihm bedeutet, Sie in seinem Leben zu haben.

Mary Mackenzie: In Frieden leben (Junfermann 2007)

Wir veröffentlichen den Auszug aus diesem Buch mit Einverständnis unseres Kooperationspartners Junfermann Verlag. Für uns ist dies Ausdruck eines gelebten Miteinanders für das wir uns herzlich bedanken.